Vielfältige Ursachen

Kopfschmerzen – Daran kann es liegen

(akz-o) Der eine wacht bereits morgens mit einem heftigen Pochen hinter den Schläfen auf. Anderen brummt der Kopf nach einem langen Arbeitstag. Kopfschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben.

Foto: Damir/stock.adobe.com/akz-o

Der häufigste Kopfschmerz in der Allgemeinbevölkerung ist der Spannungskopfschmerz. Dabei kommt es zu einem drückenden Gefühl im Kopf. Oftmals hilft es dann, Sport zu treiben oder ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Ein Arzt wird für die Behandlung des Spannungskopfschmerzes zumeist nicht benötigt.

 

 

Lebensqualität verbessern

Bei der Migräne leiden Patienten unter wiederkehrenden Schmerzattacken, die hinter den Augen, im Schläfenbereich, aber auch im Nacken sitzen können. Häufige Begleiter: Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Lärmempfindlichkeit. Die genauen Ursachen der Migräne sind bis heute nicht geklärt. Zwar ist die Migräne nicht heilbar, aber es stehen zahlreiche Therapieoptionen zur Verfügung, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und Beeinträchtigungen im Alltag zu minimieren.

Menschen mit starken wiederkehrenden Kopfschmerzen befürchten häufig Schlimmes. Viele denken, dass ein Hirntumor die Ursache sein könnte. „Zwar haben 30 bis 50 Prozent der Hirntumorpatienten als Erstsymptom Kopfschmerzen“, erklärt Prof. Dr. Martin Glas, Leiter der Abteilung Klinische Neuroonkologie, Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen. „Doch weniger als 10 Prozent der Hirntumorpatienten haben Kopfschmerzen als alleiniges Symptom. Es treten meist noch zusätzliche Symptome auf.“ Menschen mit typischem Migränekopfschmerz müssen also nicht beunruhigt sein.

Beim Glioblastom zum Beispiel, der bösartigste Hirntumor im Erwachsenenalter, gehören neben Kopfschmerzen meist auch epileptische Anfälle oder neurologische Ausfälle zu den Zusatzsymptomen. „Treten sie auf, oder zeigen sich bei einer bestehenden Kopfschmerzerkrankung deutliche Änderungen, sollte eine MRT vom Kopf gemacht werden und eine neurologische Untersuchung erfolgen“, erklärt Prof. Glas.

Das Leben verlängern

Glioblastome sind nicht heilbar. Aber es gibt heutzutage Therapien, die das Leben der Patienten deutlich verlängern können. Dazu gehört neben der OP, Strahlen- und Chemotherapie auch eine Behandlung mit elektrischen Wechselfeldern, die Tumortherapiefelder (Infos unter www.glioblastom.de). Hinter dieser Behandlung steckt die Beobachtung, dass rasch wechselnde elektrische Felder die Teilung von Krebszellen stören können. Tumortherapiefelder werden zusätzlich zur Erhaltungschemotherapie beim Glioblastom angewendet. „Ein weiterer Fortschritt wurde auch durch eine neue Chemotherapie-Kombination gemacht“, sagt Prof. Glas.

Quelle: 
AkZ Presse,
14.01.2020

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